Belastete Objekte im digitalen Raum
Vortrag mit Diskussion
Donnerstag, 09.07.2026, 16:00-17:30 Uhr
Online (Zoom)
Referentin
Mara Metzmacher, Haus der Geschichte Österreich
Zielgruppe
Angesprochen sind ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen von Museen und Gedenkstätten.
Konditionen
Anmeldung bis zum 08.07.2026.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Vortrag wird ohne Diskussion aufgezeichnet und später über die Website des LWL-Museumsamts für Westfalen zur Verfügung gestellt.
Beschreibung
Der Veröffentlichung von NS-Objekten in Online-Datenbanken stehen viele Museen mit Vorsicht und Skepsis gegenüber, wird doch oft eine missbräuchliche Verwendung befürchtet. Wie jedoch lässt sich Umgang mit „belasteten“ Objekten im Netz verantwortungsvoll gestalten?
Mara Metzmacher lässt uns an den Überlegungen des Hauses der Geschichte Österreich, das derzeit an der Umsetzung einer Online-Datenbank arbeitet, teilhaben.
In der neuen Online-Sammlung werden Objekte nicht einfach reproduziert, sondern – einer kuratorischen Leitlinie folgend – mit vielfältigen Informationen verknüpft und inszeniert. Die Nutzer:innen der Datenbank sollen so zu Kontextualisierungen und Auseinandersetzungen mit den Objektmerkmalen und -geschichten angeregt werden.
Anhand verschiedener Beispiele soll aufgezeigt werden, wie der im Haus der Geschichte Österreich entwickelten Ansatz einen entscheidenden Beitrag zur Differenzierung des öffentlichen Geschichtsdiskurses leisten sowie die verantwortungsvolle Nachnutzung von Daten und Inhalten des kulturellen Erbes ermöglichen kann.
Über die Referentin
Mara Metzmacher, MA, ist Teil des Public History Teams des Hauses der Geschichte Österreich. Ihr Schwerpunkt liegt auf der Repräsentation musealer Sammlungen, einschließlich der ethischen Herausforderungen bei der Verwaltung und Veröffentlichung digitaler Daten zu sensiblen Kulturgütern, insbesondere zu Objekten mit Bezug zum Nationalsozialismus und zu Propaganda. 2025 leitete sie den zeitgeschichtlichen Teil des Digitalisierungsprojekts „Viele Stimmen. Archive der Demokratisierung und des öffentlichen Wissens der Österreichischen Nationalbibliothek und des Hauses der Geschichte Österreich dauerhaft erschließen und sichtbar machen“.