Zwangsarbeit im Nationalsozialismus ausstellen
Vortrag mit Diskussion
Donnerstag, 08.10.2026, 16:00-17:30 Uhr
Online (Zoom)
Referent
Dr. Daniel Logemann, Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus WeimarZielgruppe
Angesprochen sind ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen von Museen und Gedenkstätten.
Anmeldung
Anmeldung bis zum 07.10.2026.
Die Teilnahme ist kostenfrei.
Der Vortrag wird ohne Diskussion aufgezeichnet und später über die Website des LWL-Museumsamtes für Westfalen zur Verfügung gestellt.
Beschreibung
Das Museum Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar stellt die gesamteuropäischen Dimensionen der NS-Zwangsarbeit dar. An dutzenden Fallbeispielen wird Zwangsarbeit als allgegenwärtiges Massenphänomen gezeigt – mit einem Fokus auf rassistische Ausgrenzung und Gewalt, auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen der Zwangsarbeiter:innen sowie auf die Beziehungsgeschichten zwischen Deutschen und Zwangsarbeiter:innen.
Der Vortrag stellt die Auswahl der Geschichten und (zumeist visuellen) Quellen in den Vordergrund und gibt Aufschlüsse über die Grundannahmen bei der Entstehung der Ausstellung. Dabei soll verdeutlicht werden, dass Zwangsarbeit in der Dauerausstellung als rassistisches Gesellschaftsverbrechen verstanden wird, dass viele Anknüpfungspunkte zu aktuellen Themen und Debatten bietet.
Über den Referenten
Dr. Daniel Logemann studierte Osteuropäische Geschichte, Polnische Literaturwissenschaften und Südosteuropastudien in Jena, Lublin und Krakau. Die Promotion folgte 2010. Berufliche Stationen führten ihn unter anderem nach Gdańsk und Jena. 2015 bis 2018 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora tätig. Seit 2023 ist Dr. Daniel Logemann Leiter des Museums Zwangsarbeit im Nationalsozialismus in Weimar.