Von Relativierungen und Schlussstrichen. Sekundärer Antisemitismus heute
Fortbildung
Dienstag, 08.09.2026, 10:00-15:00 Uhr
Gedenk- und Erinnerungsort Nordbahnhof Bochum
Referent:innen
Tabea Böker und Victor Tschiskale, Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V.
Zielgruppe
Angesprochen sind ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen von Gedenkstätten, die an dem Projekt "gestern, heute, immer - 17 Gedenkstätten gestalten Zukunft" teilnehmen.
Konditionen
Anmeldung erforderlich bis zum 3. September 2026.
Die Zahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt.
Die Teilnahme ist kostenlos.
Nach Abschluss der Veranstaltung erhalten Sie eine Teilnahmebestätigung.
Beschreibung
Was ist sekundärer Antisemitismus? Wie äußert er sich? Wie wirkt er sich auf die Arbeit von Gedenkstätten aus?
Sekundärer Antisemitismus hat viele Facetten: von verharmlosenden Vergleichen über Schlussstrich-Forderungen hin zu Shoah-Leugnung. Als Orte der Erinnerung an die NS-Verbrechen sind Gedenkstätten unmittelbar mit diesen Erscheinungsformen konfrontiert.
Die Fortbildung vermittelt Grundlagen zu Geschichte, Ausprägungen und Motiven des sekundären Antisemitismus. Im Fokus stehen dabei die Aspekte von Erinnerungs- und Schuldabwehr sowie der Shoah-Relativierung. Ergänzend wird die Rolle von Gedenkstätten in der deutschen Migrationsgesellschaft thematisiert. Die Teilnehmen:innen erweitern ihre Handlungskompetenzen für den Umgang mit sekundärem Antisemitismus in der Gedenkstättenarbeit.
Nach der Fortbildung besteht die Möglichkeit, den Gedenk- und Erinnerungsort Nordbahnhof zu besichtigen.
Ort
Gedenk- und Erinnerungsort Nordbahnhof Bochum
Ostring 15
44787 Bochum
Über die Referent:innen
Tabea Böker arbeitet als Bildungsreferentin bei der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus e.V. (KIgA). Victor Tschiskale ist dort Mitarbeiter im Kooperationsverbund gegen Antisemitismus (KOVA).