Objektgeschichten. Herausforderungen beim Zeigen von Gegenständen

Workshop

Mittwoch, 15.04.2026, 14:00-15:30 Uhr

Online (Zoom)

Referentinnen

Karolina Kühn, Ulla-Britta Vollhardt, NS-Dokumentationszentrum München

Zielgruppe

Angesprochen sind ehren- und hauptamtliche Mitarbeiter:innen von Museen und Gedenkstätten.

Anmeldung

Anmeldung bis zum 08.04.2026.

Die Zahl der Teilnehmer:innen ist begrenzt.

Die Teilnahme ist kostenfrei.

Beschreibung

Ausstellungen über die NS-Zeit verlangen eine besondere Sensibilität im Umgang mit Objekten. Der Einsatz von Objekten ermöglicht sinnliche Zugänge zu komplexen und schwer zu vermittelnden Themen, kann den Blick auf die historischen Gegebenheiten aber mitunter auch verstellen.

Ausgehend von der aktuellen Intervention des NS-Dokumentationszentrums München „Erinnerung ist…“, aber auch mit Blick auf andere Ausstellungen, sprechen die Referent:innen über die Möglichkeiten und Grenzen der Präsentation von Objekten bei der Vermittlung von Gewaltgeschichte und reflektieren die spezifische kuratorische Verantwortung bei der Auswahl.

Die Teilnehmer:innen werden gebeten, jeweils ein Objekt aus ihrer Museumspraxis mitzubringen – den Gegenstand selbst oder alternativ eine ausgedruckte Abbildung.

Über die Referentinnen

Karolina Kühn ist Literaturwissenschaftlerin und seit 2020 Kuratorin am NS-Dokumentationszentrum München, wo sie interdisziplinäre Ausstellungsprojekte und Kunstinterventionen realisiert. Von 2013 bis 2020 verantwortete sie den Ausstellungsbereich im Literaturhaus München und war zuvor als wissenschaftliche Mitarbeiterin im Buddenbrookhaus Lübeck tätig. Zu ihren zuletzt kuratierten und ko-kuratierten Projekten gehören die Ausstellungen „Erinnerung ist…“ (2025), „Naneci Yurdagül. Made in Germany” (2024), „To Be Seen. Queer Lives 1900-1950” (2022/23), „On Tyranny” mit Nora Krug und Timothy Snyder (2021).

Ulla-Britta Vollhardt ist promovierte Historikerin mit Schwerpunkt Nationalsozialismus und Kulturen der Erinnerung. Seit 2010 arbeitet sie als Kuratorin am NS-Dokumentationszentrum München. Ausstellungen und Veröffentlichungen u.a. zu geschichts- und erinnerungspolitischen Themen, zu queerer Geschichte, Rechtsextremismus und NS-Verfolgung: „Nie wieder. Schon wieder. Immer noch. Rechtsextremismus in Deutschland“ (2017/18), „Ende der Zeitzeugenschaft?“ (2021) und „To be seen. Queer lives“ 1900-1950 (2022/23) (Ko-Kuration), „Wichtiger als unser Leben. Das Untergrundarchiv des Warschauer Ghettos“, zusammen mit Piotr Rypson (2023/24), „Erinnerung ist …“, zusammen mit Karolina Kühn (2025/26).